Barsch angeln an der Müritz: Köder, Montage, Ausrüstung und beste Tageszeit

Barsch angeln an der Müritz: Köder, Montage, Ausrüstung und beste Tageszeit

Der Barsch gehört zu den beliebtesten Zielfischen in der Mecklenburgischen Seenplatte – und das aus gutem Grund. Diese gestreiften Räuber sind zahlreich vorhanden, beißwillig und bieten spannende Drills. Ob vom Ufer, vom Boot oder im Winter durchs Eis: Barsche lassen sich das ganze Jahr über fangen. Die klaren Gewässer der Region mit ihren vielfältigen Strukturen bieten ideale Bedingungen für gesunde Barschbestände. Besonders die Müritz, der Plauer See und die kleineren Nebenseen sind bekannt für ihre kapitalen Exemplare. Was das Barschangeln so reizvoll macht, ist die Vielfalt der Methoden – von der Spinnrute über die Dropshot-Montage bis zum klassischen Posenfischen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die richtige Ausrüstung, fängige Köder und die besten Zeiten für erfolgreiches Barschangeln.

Regelwerk und Barschbestände in der Region

Für das Barschangeln in den Gewässern der Müritzfischer gelten klare Vorgaben. Das Mindestmaß liegt bei 17 Zentimetern – alles darunter muss schonend zurückgesetzt werden. Eine Schonzeit gibt es für Barsche nicht, Sie können also das ganze Jahr über angeln. Allerdings existiert ein Entnahmelimit: Pro Fangtag dürfen maximal 15 Barsche mitgenommen werden. Diese Regelung mag großzügig klingen, doch sie dient dem Bestandsschutz und verhindert übermäßige Entnahmen.

Die Barschbestände in der Mecklenburgischen Seenplatte sind erfreulich gut. Während kleine bis mittlere Barsche (15 bis 25 Zentimeter) häufig sind, gibt es auch einen soliden Bestand an Großbarschen über 35 Zentimeter. Solche Exemplare sind echte Trophäen und bieten unvergessliche Drills. Die beste Fangzeit erstreckt sich über fast das gesamte Jahr, wobei Frühling und Herbst als Topzeiten gelten. Im Frühjahr, wenn die Barsche nach dem Laichgeschäft wieder aktiv werden, zeigen sie einen gewaltigen Appetit. Der Herbst bringt ebenfalls Hochbetrieb, da die Fische sich Reserven für den Winter anfressen.

Auch im Hochsommer lassen sich Barsche gut fangen, allerdings meist in den frühen Morgenstunden oder am Abend. Das Eisangeln im Winter hat eine lange Tradition in der Region – wenn die Seen zugefroren sind, können Sie mit speziellen Montagen auf Barsch angeln. Für alle Angelarten benötigen Sie eine gültige Angelkarte der Fischerei Müritz-Plau GmbH.

Barsch angeln an der Müritz – erfolgreicher Fang vom Boot

Die richtige Rute für verschiedene Angelmethoden

Beim Barschangeln kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die jeweils spezielle Ruten erfordern. Für das Spinnfischen – die beliebteste Methode – eignet sich eine leichte bis mittlere Spinnrute mit 2,10 bis 2,70 Meter Länge und einem Wurfgewicht von 5 bis 30 Gramm. Diese Spezifikationen ermöglichen es Ihnen, kleine Kunstköder präzise zu werfen und gleichzeitig genug Rückgrat für den Anhieb zu haben. Eine schnelle Aktion ist vorteilhaft, da Sie so direkten Kontakt zum Köder haben und jeden Zupfer sofort spüren.

Achten Sie auf ein geringes Eigengewicht der Rute – beim aktiven Spinnfischen werfen Sie hunderte Male am Tag, da wird jedes Gramm spürbar. Hochwertige Kohlefaserruten sind hier klar im Vorteil. Der Griff sollte ergonomisch geformt sein, oft bevorzugt man beim Barschangeln einen geteilten Griff, der bessere Balance bietet.

Für das Finesse-Angeln mit Dropshot- oder Carolina-Rig empfehlen sich noch sensiblere Ruten: 2,10 bis 2,40 Meter lang, Wurfgewicht 3 bis 15 Gramm, mit ultraschneller Spitzenaktion. Solche Ruten übertragen selbst zarteste Bisse direkt in Ihre Hand. Wenn Sie vom Boot aus angeln, reichen kürzere Modelle um 2,10 Meter, vom Ufer aus bieten längere Ruten bis 2,70 Meter Vorteile bei Wurfweite und Köderkontrolle.

Die Rolle sollte eine Stationärrolle der Größe 1000 bis 2500 sein – klein, leicht und mit feiner Bremse. Eine zu große Rolle macht die Kombo kopflastig und erschwert das ermüdungsfreie Angeln. Die Übersetzung darf ruhig höher sein (6:1 oder mehr), da Sie beim Spinnfischen oft schnell einkurbeln müssen.

Schnur, Vorfach und Haken richtig wählen

Die Schnurwahl ist beim Barschangeln entscheidend. Geflochtene Schnur in Stärken von 0,06 bis 0,12 Millimetern (entspricht etwa 4 bis 8 Kilogramm Tragkraft) ist hier die erste Wahl. Sie hat praktisch keine Dehnung, wodurch Sie jeden Kontakt mit dem Köder und jeden Biss sofort spüren. Zudem können Sie dank der hohen Tragkraft bei geringem Durchmesser weiter werfen und haben besseren Köderkontakt.

Das Vorfach aus Fluorocarbon ist Pflicht. Mit Stärken von 0,20 bis 0,25 Millimetern und Längen zwischen 80 und 120 Zentimetern sind Sie gut aufgestellt. Fluorocarbon ist im Wasser nahezu unsichtbar – ein echter Vorteil in den klaren Gewässern der Mecklenburgischen Seenplatte, wo Barsche das Vorfach sonst erkennen könnten. Zudem ist es abriebfester als geflochtene Schnur, was beim Angeln an steinigen Strukturen wichtig ist.

Bei den Haken kommt es auf die Montage an. Für Gummifische verwenden Sie Jighaken in den Größen 2 bis 1/0, je nach Ködergröße. Das Bleigewicht des Jigkopfs wählen Sie nach Tiefe und Strömung: In flachen Bereichen bis 3 Meter reichen 3 bis 7 Gramm, in tieferen Zonen bis 8 Meter greifen Sie zu 10 bis 15 Gramm. Für Dropshot-Montagen eignen sich spezielle Dropshot-Haken der Größe 2 bis 6 – diese haben eine besondere Form, die den Köder horizontal präsentiert.

Wichtig ist die Regelung: Ab einer Ködergröße von 14 Zentimetern müssen Widerhaken angedrückt werden. Bei den meisten Barschködern unter dieser Größe können Sie die Widerhaken also belassen, was die Ausschlussrate reduziert. Dennoch empfehlen viele erfahrene Angler auch bei kleineren Ködern das Andrücken – so lassen sich die Fische beim Zurücksetzen schonender abhaken.

Barsch auf Beutejagd – aktiver Räuber im klaren See

Fängige Montagen für jeden Bereich

Die Jig-Montage ist der Klassiker beim Barschangeln. Ein Gummifisch von 5 bis 10 Zentimeter Länge wird auf einen Jigkopf gezogen und aktiv geführt. Die Führung erfolgt in Sprüngen: Rute anheben (der Köder steigt), Rute senken und dabei Schnur einholen (der Köder fällt). Diese hüpfende Bewegung über dem Grund imitiert einen flüchtenden Beutefisch perfekt. Barsche attackieren meist in der Absinkphase – Sie spüren dann einen Ruck oder die Schnur wird plötzlich schwer.

Variieren Sie die Sprünghöhe und Absinkgeschwindigkeit. An manchen Tagen wollen Barsche aggressive, schnelle Sprünge, an anderen Tagen funktioniert nur ultralangames Zupfen. Das Jiggewicht muss zum Gewässer passen: Sie sollten Grundkontakt spüren, aber der Köder darf nicht wie ein Stein liegen bleiben.

Die Dropshot-Montage ist eine Finesse-Technik für vorsichtige oder inaktive Barsche. Hierbei sitzt das Blei am Ende der Schnur, der Haken mit Köder ist 30 bis 50 Zentimeter darüber eingebunden. Diese Montage erlaubt es, den Köder auf einer festen Höhe über dem Grund zu präsentieren und dort auf der Stelle zu zittern. Barsche, die direkt am Grund stehen, können dem nervös zuckenden Köder kaum widerstehen.

Für die Dropshot-Montage verwenden Sie kleine, schlanke Gummifische oder spezielle Dropshot-Würmer von 5 bis 8 Zentimeter Länge. Das Blei sollte zwischen 5 und 15 Gramm wiegen. Die Führung ist simpel: Blei am Grund ablegen, mit der Rutenspitze kleine, schnelle Zupfer geben, kurz pausieren, wiederholen.

Das Carolina-Rig funktioniert ähnlich wie Dropshot, nur dass hier das Laufblei auf der Hauptschnur sitzt und durch eine Glasperle vom Wirbel getrennt ist. Dahinter folgt ein längeres Vorfach (50 bis 100 Zentimeter) mit Haken und Köder. Diese Montage eignet sich besonders für größere Flächen, da Sie sie weit werfen und langsam einkurbeln können, während der Köder verführerisch über dem Grund schwebt.

Köder: Was Barsche unwiderstehlich finden

Gummifische sind die Nummer eins beim modernen Barschangeln. Modelle zwischen 5 und 10 Zentimetern Länge in naturgetreuen Farben (Silber, Weiß, Grün) oder grellen Reizfarben (Chartreuse, Pink, Orange) sollten in Ihrer Box nicht fehlen. Barsche haben Tagespräferenzen – testen Sie verschiedene Farben, bis Sie das Muster gefunden haben. An trüben Tagen oder in tiefem Wasser funktionieren grelle Farben oft besser, bei klarem Wasser und Sonnenschein sind Naturfarben erfolgreicher.

Die Schwanzform macht einen Unterschied: Gabelschänze erzeugen starke Vibrationen und eignen sich für aktive Barsche, während Pintails (schlanke Schwänze) subtiler arbeiten und eher zögerliche Fische überzeugen. Duftköder haben sich ebenfalls bewährt – der Geruch kann den entscheidenden Ausschlag geben.

Wobbler sind klassische Barschköder. Kleine Crankbaits zwischen 3 und 7 Zentimetern Länge imitieren Beutefische perfekt. Achten Sie auf die Tauchtiefe: Flachläufer für Tiefen bis 2 Meter, mittlere Taucher für 2 bis 4 Meter, Tiefläufer für alles darüber. Die Führung ist meist simpel: gleichmäßiges Einkurbeln mit gelegentlichen Stopps. Twitchbaits – schlanke Wobbler ohne Tauchschaufel – werden mit Schlägen der Rutenspitze zum Leben erweckt und brechen dabei nach links und rechts aus.

Spinner und Blinker sind weitere Klassiker. Spinner der Größe 1 bis 3 mit silbernem, goldenem oder kupferfarbenem Blatt laufen auch langsam geführt sauber und locken Barsche durch Druckwellen an. Blinker funktionieren ähnlich, haben aber ein anderes Laufverhalten – sie flattern beim Einkurbeln.

Nicht zu unterschätzen sind Naturköder. Tauwürmer, kleine Köderfische (aus demselben Gewässer!) oder Maden fangen ebenfalls hervorragend, besonders beim Posenangeln oder bei vorsichtigen Fischen. Ein einzelner Tauwurm an einem Einzelhaken unter einer Pose, langsam an Schilfkanten entlanggetrieben, kann wahre Wunder wirken. Diese Methode ist entspannter als aktives Spinnfischen und eignet sich gut für Einsteiger.

Barsch fangen mit Kunstköder – Spinnfischen an der Müritz

Hotspots: Wo stehen Barsche?

Barsche sind Schwarmfische und bevorzugen strukturreiche Bereiche. Schilfkanten und Krautfelder sind Topstellen, besonders im Frühjahr und Sommer. Hier jagen Barschschwärme gemeinsam nach Kleinfischen. Werfen Sie Ihren Köder parallel zur Kante und führen Sie ihn langsam zurück – oft erfolgt der Biss direkt am Übergang von Vegetation zu freiem Wasser.

Steinpackungen, Buhnen und alte Bootsstege bieten Deckung und Hinterhalte. Barsche stehen dort gerne im Schatten und lauern auf vorbeiziehende Beute. Auch versunkenes Totholz ist ein Magnet für Barsche. Allerdings besteht hier erhöhte Hängergefahr – führen Sie Ihre Köder vorsichtig und seien Sie bereit, auch mal einen Köder zu opfern.

Tiefenkanten und Rinnen sind besonders vom Boot aus interessant. Mit einem Echolot können Sie solche Strukturen schnell finden. Barsche sammeln sich oft an Abbruchkanten, wo flaches Wasser abrupt in Tiefen von 6 bis 10 Metern übergeht. Auch Sandbänke, die ins tiefe Wasser ragen, sind erfolgversprechend.

Im Sommer ziehen sich Barsche bei starker Hitze in tiefere, kühlere Wasserschichten zurück. Morgens und abends kommen sie jedoch in flache Bereiche zur Jagd. Im Herbst formieren sich große Schwärme, die gemeinsam Jagd auf Brutfischschwärme machen – wenn Sie so einen Schwarm finden, erleben Sie oft einen Raubfischrausch mit Biss auf Biss. Im Winter stehen Barsche tief und inaktiv, lassen sich aber durchs Eis mit kleinen Ködern und geduldiger Taktik überlisten.

Tageszeiten und Wetterbedingungen

Die frühen Morgenstunden zwischen Sonnenaufgang und 10 Uhr zählen zu den besten Zeiten. Barsche sind dann aktiv auf Nahrungssuche, bevor die Sonne hoch steht und das Wasser erwärmt. Auch die Abenddämmerung ab etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang bringt oft einen zweiten Aktivitätsschub.

Tagsüber bei starker Sonne werden Barsche träger und ziehen sich in schattige oder tiefere Bereiche zurück. Dennoch lassen sie sich fangen – Sie müssen nur langsamer und gezielter angeln. An bewölkten Tagen sind Barsche den ganzen Tag über aktiv, da das diffuse Licht ihnen Sicherheit gibt.

Wind kann positiv sein: Leichter bis mäßiger Wind bricht die Wasseroberfläche, reduziert die Scheu der Fische und erhöht die Sauerstoffzufuhr. Zudem werden Kleinfische an windexponierten Ufern zusammengetrieben – und die Barsche folgen. Bei starkem Wind wird das Angeln allerdings schwierig.

Wetterumschwünge, besonders von Hochdruck auf Tiefdruck, lösen oft Fressaktivität aus. Die Barsche spüren die Veränderung und nutzen die Gelegenheit. Nach längerem Regen, wenn frisches Wasser eingespült wurde, kann ebenfalls ein guter Moment sein.

Barsch zubereiten – gebratener Barsch aus regionalem Fang

Drill und waidgerechte Behandlung

Ein Barschbiss ist meist unmissverständlich – ein harter Ruck, oft beim Einholen oder in der Absinkphase des Köders. Setzen Sie sofort einen kurzen, knackigen Anhieb. Barsche haben ein hartes Maul, bei zu weichem Anschlag sitzt der Haken nicht richtig.

Der Drill ist für die Größe erstaunlich kraftvoll. Barsche schütteln heftig mit dem Kopf und versuchen, sich im Kraut oder an Strukturen zu befreien. Halten Sie die Rute hoch und Spannung auf der Schnur, kurbeln Sie gleichmäßig ein. Bei größeren Exemplaren über 30 Zentimetern kann es durchaus spannend werden – diese Fische haben ordentlich Kraft.

Verwenden Sie einen Kescher, auch wenn kleinere Barsche auch per Hand gelandet werden können. Das schont den Fisch und verhindert, dass er sich beim letzten Kopfschütteln verabschiedet. Messen Sie jeden Barsch sorgfältig – das Mindestmaß von 17 Zentimetern muss eingehalten werden. Untermaßige Fische setzen Sie sofort zurück. Hakenlöser oder eine lange Arterienklemme helfen, den Haken schonend zu entfernen.

Bedenken Sie das Entnahmelimit von 15 Barschen pro Tag. In der Praxis werden Sie selten so viele verwertbare Fische fangen – und selbst wenn, überlegen Sie, ob Sie wirklich alle mitnehmen müssen. Kapitale Barsche sind wertvolle Laichfische, die den Bestand sichern. Viele Angler praktizieren mittlerweile "Catch & Release" bei großen Exemplaren und nehmen nur mittlere Fische für die Küche mit.

Barsch aus heimischen Gewässern genießen

Das Barschangeln bietet Spannung, Abwechslung und die Chance auf schöne Fänge. Doch nicht jeder kann oder möchte regelmäßig ans Wasser fahren. Vielleicht fehlt auch einfach die Zeit für die Vorbereitung und die langen Ansitze. Wer dennoch den feinen, festen Geschmack frischer Barsche aus der Mecklenburgischen Seenplatte erleben möchte, kann Barsch online kaufen. Die klaren, nährstoffreichen Gewässer der Region sorgen für gesunde Fische mit ausgezeichnetem Aroma. Professionell gefangen und frisch verarbeitet, bringen die Müritzfischer diese regionale Spezialität direkt zu Ihnen nach Hause – ob als Filet für die Pfanne oder küchenfertig für eigene Kreationen.

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